19. März im Jahre 2011! 21:42 Uhr. Wolfgang (Höper)schlägt eine kräftige Vorhand. Der Ball landet kurzeZeit später im Netz. Aus und vorbei! Die Winterrundeim Sportpark ist beendet. Ein an Dramatik und Dauerkaum zu überbietender Finaltag hat einen würdigenAbschluss gefunden, die Männer der siegreichenMannschaft liegen sich in den Armen. Zum ersten Malin der Geschichte des TC Blau-Weiß Aegidienberg trägt dieser sich als Sieger in den goldenen Ordner inWindhagen ein (Wolfgangs anfangs erwähnte Vorhandging selbstverständlich wie ein Pfeil übers Netz und der Roisdorfer Spieler wurde brutal zum allesentscheidenden Fehler gezwungen). Lasst mich Euch erzählen, wie es dazu kam.Monatelange Diskussionen und Trainingseinheitenhatten letztlich die Aufstellung für den großen Tagerbracht, die sich letztlich als siegreich erweisen sollte,allerdings nicht so wie gedacht. Jochen (Haan) als Nr 1 musste gegen Frank antreten, der Guido (Lutz) beimletzten Zusammentreffen kaum eine Chance gelassenhatte. Pech für Frank, Jochen hatte einen der bestenTennistage seines Lebens und so entwickelte sich einhochklassiges Match, welches Jochen imChampionstiebreak (CHT) zu seinen Gunstenentscheiden konnte. Martin (Patterer) hatte weniger Glück mit der Nummer zwei, die ihn zu sehr einkokonierte, was ihm dieAggressivität aus den Schlägen nahm und somit keineSiegchance aufkommen ließ. Es stand 1:1. Achim(Bade) kam gut mit seinem Gegner klar, verlor nacheinem 6:1 im ersten Satz seine Vorhand undfolgerichtig dann auch den zweiten Satz und den darauffolgenden CHT. Also: 1:2. Matthias (de Boer) spielte das längste Match des Tages (mehr als 3h) und zog sich leider gegen Ende des ersten Satzes (6:7) eine Leistenzerrung zu, die seinen Start im Doppel verhinderte. Auch hier kam es zum CHT, nach 7:9 schaffte Matthi noch den Ausgleich, hatte dann einen „sicheren“ Schmetterball, ließ diesen allerdings 20 cm neben der Außenlinie aufspringen und verlor noch 9:11. Gesamtstand nach den Einzeln: 1:3. Spätestens jetzt wurde uns klar: Das wird eng! Nun allerdings hatten wir den großen Vorteil 4 Joker einsetzen zu können. Martin sprang für Matthi ein und hatteebenso wie Achim nach dem vergeigten Einzel eine Mordswut im Bauch. Als Joker 3 fungierte Guido, der zusammen mit Martin derartig viel Druck aufbauen konnte, dass nach kurzer Spielzeit das 6:4, 6:4 festgezurrt war. Nun hingen alle Blicke wie gebannt auf Platz 2, wo unser Routinier Wolfgang wie oben beschrieben ins Spiel eingriff. Tiefen (2:4 im ersten Satz) und Höhen (6:4 im ersten Satz) wechselten sich mit Höhen (4:1 im zweiten Satz) und Tiefen (4:4 und 0:40 im zweiten Satz) ab, bis endlich die oben beschriebene Vorhand von Wolfgang die Spannung löste und die sich gerade neu formierende Herren 40 Mannschaft den Sprung ganz oben aufs Treppchen der insgesamt 8 partizipierenden Mannschaften geschafft hatte. Ein gutes Omen für den Sommer 2011, in dem wir bei den Herren 40 ja nur eine Mannschaft melden werden. Mit Achim (Braun), Hans (Heres) und Achim (Bade)halfen 3 Spieler aus der ehemals 2. Mannschaft aus und trugen zum Gelingen des Coups bei. Sollte bei dieser Fusion der Aufstieg dieses Jahr endlich möglich sein? Unser Dank gebührt dem Sportpark Windhagen, der uns die kompletten Samstagnachmittage freihielt und liebevoll betreute und natürlich Karl Borsch, der sichmaßgeblich für Organisation und reibungslosen Ablauf dieses hochkarätigen Turniers zeigte. Schon jetzt schwingt die Vorfreude auf den Winter 2011/2012 mit, der hoffentlich ein Wiedersehen mit den fairen Gegner aus Vettelschoß, Windhagen, Bliesheim,Roisdorf und Herrschbach bringen wird. Und wer weiß, vielleicht trifft Wolfgang ja nächstes Jahr zu später Stunde mal eine Rückhand so richtig gut ... . Winterhallenrunde Windhagen 2010/11